St. Johannis-Kindergarten Visselhövede wird 100

100 Jahre Evangelischer Kindergarten in Visselhövede: Das ist etwas, was gefeiert werden muss! Viele, viele Jungen und Mädchen sind durch diesen Kindergarten gegangen. Einige Generationen von Kindern haben dort einen guten Teil ihrer Kindheit verbracht, behütet und beschützt, gefördert und gefordert von liebevollen Mitarbeiterinnen.

Wir sind stolz auf unseren St. Johannis-Kindergarten. Hier wird hervorragende Arbeit geleistet. Der evangelische Kindergarten ist ein Ort, wo Kinder Kinder sein dürfen und in ihrer ganzen Entwicklung vielfältig gefördert werden. Hier geschieht Gemeindearbeit, in dem Kinder als religiöse Wesen ernst genommen werden. Hier hören sie die ersten biblischen Geschichten und singen, beten und feiern zusammen. Der Kirchenvorstand ist sich einig: Diese Arbeit ist uns wichtig! Das wollen wir auch weiterhin fördern und gerne unterstützen.

Im Kindergarten wird das 100jährige Kindergartenjubiläum eifrig geplant. Ausschüsse bereiten die unterschiedlichen Programmpunkte vor.

In detektivischer Kleinarbeit ermittelt eine Kollegin die Anschriften ehemaliger Mitarbeiterinnen. Sie berichtet begeistert von dem großen Interessee an unserem Jubiläum und anrührenden Gesprächen.

Der Festauschuss organisiert das große Jubiläumsfest am 30. Mai 2010. „Wieviel Leute kommen da wohl?" ist die große Frage. Wir hoffen, dass viele Visselhöveder sich angesprochen fühlen und mit uns feiern.

Eine Gruppe beschäftigt sich intensiv mit einer Extra-Ausgabe des Gemeindebriefes. Dafür wird in alten Unterlagen fleißig recherchiert. Der Inhalt des Gemeindebriefes steht schon fest, die Artikel müssen „nur" noch geschrieben werden. Wir suchen immer noch das älteste Kindergartenkind. Bis jetzt haben wir eine 85jährige Frau, die schon viel erzählt hat.

Hanne Meier-Zindler

Kindergarten-Kinder entdecken die Kirche

Unsere Kinder im Kindergarten kennen die St. Johanniskirche ja aus Gottesdiensten und Andachten. Dann sitzen sie in den Bänken oder gehen auch schon mal nach vorn in den Altarraum.

Einmal im Jahr lernen wir das Kircheninnere auf ganz andere Art kennen. Die Kinder erzählen, was sie schon alles aus und über die Kirche wissen und stellen viele Fragen.

Pastor Thom zieht seinen Talar an und das Beffchen. Was ist eigentlich eine Taufe und wie ist das so bei einer Hochzeit in der Kirche? Mit den jüngeren Kindern tauft Pastor Thom eine Puppe aus dem Kindergarten und zwei Kinder werden „getraut“.

Die Schukis können sich selbständig in der Kirche umsehen, in alle Ecken und Räume schauen. Wann haben wir schon mal die Gelegenheit, hinter den Altar zu gehen, hoch auf die Kanzel oder zur Orgel?

Wenn ein Kind etwas genauer wissen will, eine Frage zu einem bestimmten Gegenstand hat, kann es dort ein Fragezeichen aus Pappe hinlegen. Gemeinsam gehen wir dann von Fragezeichen zu Fragezeichen und beantworten alle Fragen der Kinder.

Dann gibt es schwierige Aufgaben: Pastor Thom hat Fotos in der Kirche gemacht – darauf sind aber immer nur Teile eines Ganzen zu erkennen, z.B. ein Teil eines Fensters oder ein Ausschnitt des Bildes über dem Altar. Die Abbildungen auf den Fotos müssen die Kinder in der Kirche wieder erkennen. Da heißt es „Schau genau!“

Dieses  „Kirche entdecken“ ist für uns immer wieder schön. Wir lernen den Ort „Kirche“ besser kennen, das baut Ängste ab, schafft Vertrauen und wir fühlen uns wohl in diesem Raum und kommen gerne.

„Es läuten alle Glocken, sie läuten nah und fern. Sie rufen uns zur Kirche, wir Kinder kommen gern …“

Britta Elfers-Meyhoff

BILDER (2)
Hanne Meier-Zindler

WEITERE INFORMATIONEN

Insgesamt sind für die Betreuung 13 Mitarbeiterinnen angestellt. Die Leiterin ist Hanne Meier-Zindler.
Der Kindergarten feiert 2010 hundertjähriges Bestehen. 1993 wurde er in wesentlichen Teilen umgebaut. Zur Einrichtung gehört ein  großzügiges Außengelände.

Die Mitarbeiterinnen suchen in ständigem Austausch mit den Eltern Wege, den Kindern zu helfen, sich zufrieden, eigenständig und sozial zu entwickeln. Wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit ist es, den Kindern den christlichen Glauben erfahrbar werden zu lassen.